Ein Screendesign zeigt fast immer den guten Fall: Die Tabelle hat zwölf Zeilen, der Name passt in eine Zeile, der Nutzer darf alles. In der Software ist der gute Fall die Ausnahme.
Die fünf Zustände, die am häufigsten fehlen
Leer, ladend, fehlerhaft, zu lang, keine Berechtigung. Wer sie nicht gestaltet, delegiert sie an die Entwicklung und bekommt fünf verschiedene Antworten von fünf Entwicklerinnen, jede für sich plausibel.
Der leere Zustand ist dabei der teuerste. Er entscheidet, ob jemand ein neues Modul versteht oder wieder schließt, und er taucht bei jedem neuen Kunden auf, der noch keine Daten hat.
Was das im Sprint spart
Jeder undokumentierte Zustand ist eine Rückfrage. Eine Rückfrage kostet im Schnitt einen halben Tag: fragen, warten, entscheiden, umbauen. Bei zwanzig Screens und fünf Zuständen ist das kein Detail mehr, sondern der Unterschied zwischen Termin und Verschiebung.
Deshalb gehört zu jedem Screen eine Zustandsliste, bevor er als fertig gilt. Nicht als Anhang, sondern als Teil der Abnahme.


